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Jahrestagung Verbandsarbeit

Einladung zum Verbandsjubiläum

Wir haben Grund zum Feiern! Auch wenn man es uns hoffentlich nicht anmerkt/ansieht: Der VKRF wird in diesem Jahr 70 Jahre alt. Um dieses Jubiläum gebührend zu feiern, wollen wir an den beiden Donnerstagabenden während der Jahrestagungen (Gymnasium: 21.11.; Berufliche Schulen: 28.11) wie immer ein großes Gala-Dinner veranstalten. Darüber hinaus sind wir sehr froh, dass wir für diese Abende die theologische Kabarett-Gruppe „3Uneinigkeit“ gewinnen konnten. 3Uneinigkeit beschreibt sich selbst so: „Treffen sich ein Katholik, ein Protestant und ein Philosoph. Auf der Bühne. Klingt nach einem Witz, gibt aber immer nur Ärger, wenn die drei Männer über Religion reden. Die Kabarettisten sind uneins darüber, ob Jesus eine Kirche wollte, wie der Papst wirklich gewählt wird und ob der Protestant in ihren Reihen eigentlich Pietist oder Franz List ist.“

Zu diesen Abenden möchten wir mit Nachdruck und ganz herzlich auch alle Verbandsmitglieder einladen, die keine Teilnehmer*innen der Jahrestagungen sind. Zur organisatorischen Planung des Abends bitten wir Sie und Euch in diesem Fall um eine kurze formlose Anmeldung an Michael Längle (michaellaengle@web.de) oder Lucas Keßler (lucas.kessler@hss-wiesloch.de).

Wir würden uns sehr freuen, wenn wir unser Jubiläum in großer Runde mit Euch allen feiern können!

Herzliche Grüße

Euer VKRF-Vorstand

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Jahrestagung Verbandsarbeit

Einladung zur Mitgliederversammlung/Satzungsänderung

Liebe Mitglieder des VKRF,

wir möchten Sie ganz herzlich zur ordentlichen Mitgliederversammlung des Verbandes einladen. Die folgende Einladung sollte Ihnen in den nächsten Tagen auch postalisch zugehen. Falls Sie keine Einladung erhalten sollten, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf unter mitglieder[at]vkrf.net

Die Mitgliederversammlung auf der Religionspädagogischen Tagung der Gymnasien findet am Mittwoch, den 20.11.2024, um 19.30 Uhr im Bildungshaus St. Bernhard in Rastatt statt.

Die Mitgliederversammlung auf der Religionspädagogischen Tagung der Beruflichen Schulen findet am Mittwoch, 27.11.2024, um 19.30 Uhr im Bildungshaus St. Bernhard in Rastatt statt.

Tagesordnung

  • Top 1: Begrüßung und Personelles
  • Top 2: Satzungsänderung
  • Top 3: Kassenbericht und Mitgliederverwaltung
  • Top 4: Rückblick auf die Vorstandsarbeit 2023/24 mit Berichten aus den Verbänden
  • Top 5: Verschiedenes

Da wir in diesem Jahr unsere Satzung ändern und auch den Verbandsnamen an die aktuelle Zeit anpassen wollen, erhalten Sie mit dieser Einladung fristgerecht den Satzungsänderungsantrag. Die Begründungen der Satzungsänderung erfolgen mündlich auf den Mitgliederversammlungen.

Sie finden den Antrag auf Satzungsänderung (ACHTUNG: NEU) hier:

Wir freuen uns auf einen regen Austausch auf der Mitgliederversammlung.
Der Vorstand

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Jahrestagung Verbandsarbeit

Rückblick Jahrestagung „Gymnasium“

Gemeinsam sind wir drei Tage lang aus dem getakteten Alltagsstrudel ausgebrochen und haben meta- und multiperspektivisch auf die Fragen unserer Zeit geschaut:

Prof. Magnus Striet zeichnete ein Porträt des Menschen in der von Krisen geprägten Gesellschaft heute und nannte Bedingungen, unter denen die Rede von Gott hier noch möglich ist. Glaube müsse sich immer dessen bewusst sein, dass er Glaube ist. Letztendlich sei er nichts anderes als die Hoffnung, die der Jude Jesus in sein Leben hineinbuchstabiert hat.

Dr. Regina Elsner beleuchtete friedensethische Paradigmen der deutschen Theologien und der römisch-katholischen Kirche. Sie erklärte wie Religion – vertreten durch die russische Orthodoxe Kirche – als Teil der Kriegsideologie in Russland fungiere und nannte Herausforderungen für unsere friedensethische Tradition. Diese dürfe keines Falls naiv sein, sie müsse vielmehr die eigene Begrenztheit und Bedingtheit anerkennen und vor allem den Betroffenen zuhören.

Vor dem Hintergrund des enormen Machtmissbrauchs in und des Ausschlusses von Menschen aus der katholischen Kirche skizzierten Claudia Danzer und Dr. Franca Spies die Notwendigkeit und das Potential von diversitätssensibler Theologie. Sie sensibilisierten dafür, dass Theologie immer kontextuell ist und jede*r die eigene Positionalität (Wer darf Theologie treiben? Wen rezipiere ich und wen nicht?) reflektieren muss. Theologie müsse das Heil im Blick haben, ihre Anthropologie – frei nach Gal 3,27 – Dualismen überwinden, die Gotteslehre geschlechtstypologische Zuschreibungen unterlaufen und die Christologie zur Parteinahme für Ausgegrenzte und nicht Gesehene ermutigen.

Von diesen drei großen Themen ausgehend haben wir Ressourcen, die der Religionsunterricht heute anbieten kann, erschlossen: Unterrichtspraktische Workshops zum Theologisieren, zum Potential christlicher Friedensethik, zu einer friedensfördernden Schulkultur, zu diversitätssensiblem Religionsunterricht, zu außerschulischen Kreativprojekten, zur Achtsamkeit und zu ethischen Herausforderungen im Umgang mit KI ermöglichen uns Lehrpersonen, dahingehenden Fragen und Anliegen unserer Schüler*innen adäquat zu begegnen.

Das Programm bot vielfältige Austauschmöglichkeiten zum Religionsunterricht: In der Mitgliederversammlung des VKRF wurde unter anderem ein Positionspapier zu christlichem Religionsunterricht diskutiert. Das Podium mit Ordinariatsrätin Susanne Orth, Bettina Bächlin (Referat Gymnasien EO), Valentin Schneider (ZSL), Dr. Sabine Mirbach (IRP) und dem Weihbischof Dr. Dr. Christian Würtz gab Raum für viele aktuelle Themen und war von einer konstruktiven Lebendigkeit geprägt.

Impulse, das Angebot von Meditationsraum und Filmabend und insbesondere der Gottesdienst mit Herrn Weihbischof Dr. Dr. Würtz sowie das festliche Abendessen mit musikalischer Unterhaltung am Donnerstag rundeten das Programm ab.

Wir danken allen Teilnehmenden und Mitgestaltenden und hoffen, Sie nächstes Jahr wieder begrüßen zu dürfen. Bis zu den Weihnachtsferien können Sie noch die vielfältigen Tagungsmaterialien herunterladen. Eine erfüllte Advents- und Weihnachtszeit!

Laura Mayer (IRP)

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Jahrestagung Verbandsarbeit

Rückblick Jahrestagung „Berufliche Schulen“

Die dreitägige Tagung der beruflichen Schulen mit dem Titel „Apokalypse ist jetzt“ fand vom 30. November bis zum 2. Dezember 2023 statt und bot eine facettenreiche Auseinandersetzung mit apokalyptischen Themen aus biblisch-systematischer, pädagogischer und interreligiöser Perspektive.

Mittwoch, 30. November 2023: Apokalyptische Vernunft? Ein biblisch-systematischer Zugang: Die Tagung startete am Mittwoch mit einem eindrucksvollen Impulsreferat von Dr. Gregor Taxacher zum Thema „Apokalyptische Vernunft“. Das Referat bot einen tiefgehenden Einblick in biblisch-systematische Zugänge zu apokalyptischen Themen und setzte den Ton für die folgenden Tage. Am Abend fand die Verbandssitzung des VKRF statt, bei der organisatorische und administrative Angelegenheiten des Verbands besprochen wurden.

Donnerstag, 1. Dezember 2023: Barcamp und Bildungspolitische Diskussionen: Der Donnerstag stand ganz im Zeichen eines Barcamps, bei dem die Teilnehmer*innen in verschiedenen Sessions Themen wie „Christlicher Religionsunterricht“, „Selbstfürsorge in wilden Zeiten“ und „Karikaturen in Prüfungen“ diskutierten. Am Nachmittag wurden bildungspolitische Fragen und der Religionsunterricht intensiv mit Ordinariatsrätin Susanne Ort, Weihbischof Dr. Peter Birkhofer und Wolfgang Weinzierl erörtert. Die Diskussionen wurden von Dr. Sonja Andruschak moderiert, und der Tag endete mit einer Eucharistiefeier, bei der Weihbischof Dr. Peter Birkhofer zelebrierte. Das feierliche Abendessen war wie immer ein Highlight, bei dem die Küche von St. Bernhard sich wieder mächtig ins Zeug legte. 

Freitag, 2. Dezember 2023: Spirituelle Stunde, unterrichtspraktische Vertiefung und Abschlussreferat: Der Abschlusstag begann mit einer spirituellen Stunde, einem neuen Format der Kollegin Katja Fleig. Hier konnten die Teilnehmer*innen zur Ruhe kommen und spirituelle Impulse für ihre Arbeit als Religionslehrer*innen mitnehmen. Am Nachmittag standen unterrichtspraktische Themen erneut im Fokus, diesmal im Rahmen eines weiteren Barcamp-Teils. Die Tagung wurde schließlich von Prof. Dr. Joachim Valentin abgerundet, der in seinem Referat „Der Weltuntergang der Anderen. Apokalyptische Vorstellungen jenseits des Christentums“ einen interdisziplinären Blick auf apokalyptische Konzepte bot.

Die dreitägige Tagung erwies sich als fruchtbarer Austausch für die Teilnehmer*innen, die durch die vielfältigen Perspektiven und Themen einen breiten Horizont für ihre Arbeit als Religionslehrer*innen gewinnen konnten. Der Titel „Apokalypse ist jetzt“ führte zu tiefgründigen Reflexionen über die Relevanz apokalyptischer Vorstellungen in der heutigen Zeit und ermöglichte einen interdisziplinären Dialog zwischen Theologie, Pädagogik und Spiritualität.

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Jahrestagung Verbandsarbeit

Das war Rastatt 2022 (Gymnasium)

Bericht von: Laura Mayer, Referentin für allgemeinbildende Gymnasien am Institut für Religionspädagogik Freiburg

In der Krise glaubwürdig Religionslehrer*in sein: So lautete das Thema der diesjährigen Religionslehrer:innentagung der gymnasialen Schulformen in Rastatt, welche das Institut für Religionspädagogik zusammen mit dem Verband der Religionslehrerinnen und Religionslehrer in der Erzdiözese Freiburg veranstaltet. Krisen in der katholischen Kirche in Deutschland fallen einem wahrscheinlich zu genüge ein. Eine tiefgreifende rührt von der Diskriminierung der Menschen, die nicht ins Raster des kirchlichen Rechts und einer enggeführten theologischen Anthropologie passen. Dass sich hier etwas ändern muss und welche ersten Schritte zu einer menschenfreundlichen Kirche von mutigen Mitgliedern gemacht wurden, verdeutlichte das Gespräch mit Theo Schenkel von #outinchurch und Dr. Christine Feld von katholisch-ohne-angst.

Hoffnung, dass Wandel in der Kirche möglich ist, sprach aus den Berichten von Gabriele Klingberg und Melitta Menz-Thoma zum Synodalen Weg. Diese keimt auch beim Thema katholisches Arbeitsrecht: Lange Zeit schloss dies viele Menschen aus – nun zeigt die jüngst von der DBK verabschiedete neue „Grundordnung für den kirchlichen Dienst“ Perspektiven auf, die Prof. Dr. Thomas Schüller erläuterte.

Wie Religionslehrer:innen in der Krise damit ringen, glaubwürdig die Kirche zu vertreten, war eines der Hauptthemen beim Gespräch mit Erzbischof Stephan Burger und Ordinariatsrätin Susanne Orth. Das Gespräch war offen und teilweise auch kontrovers. Gleichwohl wurde es von den Teilnehmende als Zeichen großer Wertschätzung gesehen, dass der Erzbischof zum Gespräch und zur gemeinsamen Eucharistiefeier nach Rastatt gekommen war.

Sicher ist, dass die Zahl der Kirchenmitglieder weiter abnehmen wird. Wie Religionsunterricht in dieser Zukunft aussehen und welchen Beitrag er zu einer modernen Gesellschaft leisten kann, referierte Dr. Andreas Verhülsdonk.

Inspiration für zukunftsfähigen Unterricht boten auch die Workshops am Freitagnachmittag: Die Themen reichten von Nachhaltigkeit über digitales Lehren, Grundkurs Christentum und HumanismusPlus bis hin zur Resonanzpädagogik.  

Wir blicken auf eine bereichernde und beschwingende Tagung zurück. Vielen Dank allen, die zu ihrem Gelingen beigetragen haben. Die versprochenen Materialien finden Sie hier. Wir hoffen, dass sie Ihnen gute Impulse für Ihr Wirken geben und freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen. Zur nächsten Jahrestagung, welche vom 22. bis 24.11.23 stattfinden wird, laden wir Sie ganz herzlich ein.