im Februar/März 2024 stehen die Neuwahlen für den Verbandsvorstand an. Die meisten von Ihnen wurden während der Jahrestagungen darauf aufmerksam gemacht.
Sollten sich Ihre Adresse oder Kontaktdaten geändert haben, teilen Sie es bitte umgehend mit, damit Ihnen die Wahlunterlagen ohne Zeitverzögerung zugeschickt werden können.
Sollten Sie sich vorstellen können im Vorstand mitzuarbeiten, wäre es schön, wenn Sie sich zur Wahl stellen würden. Schicken Sie uns dann bitte bis zum 15. Januar 2024 eine Mail an die unten genannte Mailadresse, in der Sie erklären, dass Sie kandidieren wollen. Dazu bräuchten wir Ihre aktuellen Kontaktdaten und die Schulart, an der Sie überwiegend unterrichten. Gerne können Sie auch detailliert angeben, mit wie vielen Stunden Sie an welcher Schulart oder anderen Berufsfeldern tätig sind.
Sollten Sie sich unschlüssig sein und noch mehr Informationen über die Tätigkeit des Verbands und des Vorstands benötigen, geben Sie bitte eine Telefonnummer an, damit wir Sie anrufen und evtl. im Gespräch Ihre Fragen klären können.
Satzungsgemäß wird der Vorstand alle vier Jahre neu gewählt. Die nächste Amtszeit wird von 2024 bis 2028 dauern.
Mit Ihrer Stimmabgabe und/oder Ihrer Bereitschaft zu kandidieren, stärken Sie den Verband beim Einsatz für unser Fach und für alle Religionslehrkräfte.
Gemeinsam sind wir drei Tage lang aus dem getakteten Alltagsstrudel ausgebrochen und haben meta- und multiperspektivisch auf die Fragen unserer Zeit geschaut:
Prof. Magnus Striet zeichnete ein Porträt des Menschen in der von Krisen geprägten Gesellschaft heute und nannte Bedingungen, unter denen die Rede von Gott hier noch möglich ist. Glaube müsse sich immer dessen bewusst sein, dass er Glaube ist. Letztendlich sei er nichts anderes als die Hoffnung, die der Jude Jesus in sein Leben hineinbuchstabiert hat.
Dr. Regina Elsner beleuchtete friedensethische Paradigmen der deutschen Theologien und der römisch-katholischen Kirche. Sie erklärte wie Religion – vertreten durch die russische Orthodoxe Kirche – als Teil der Kriegsideologie in Russland fungiere und nannte Herausforderungen für unsere friedensethische Tradition. Diese dürfe keines Falls naiv sein, sie müsse vielmehr die eigene Begrenztheit und Bedingtheit anerkennen und vor allem den Betroffenen zuhören.
Vor dem Hintergrund des enormen Machtmissbrauchs in und des Ausschlusses von Menschen aus der katholischen Kirche skizzierten Claudia Danzer und Dr. Franca Spies die Notwendigkeit und das Potential von diversitätssensibler Theologie. Sie sensibilisierten dafür, dass Theologie immer kontextuell ist und jede*r die eigene Positionalität (Wer darf Theologie treiben? Wen rezipiere ich und wen nicht?) reflektieren muss. Theologie müsse das Heil im Blick haben, ihre Anthropologie – frei nach Gal 3,27 – Dualismen überwinden, die Gotteslehre geschlechtstypologische Zuschreibungen unterlaufen und die Christologie zur Parteinahme für Ausgegrenzte und nicht Gesehene ermutigen.
Von diesen drei großen Themen ausgehend haben wir Ressourcen, die der Religionsunterricht heute anbieten kann, erschlossen: Unterrichtspraktische Workshops zum Theologisieren, zum Potential christlicher Friedensethik, zu einer friedensfördernden Schulkultur, zu diversitätssensiblem Religionsunterricht, zu außerschulischen Kreativprojekten, zur Achtsamkeit und zu ethischen Herausforderungen im Umgang mit KI ermöglichen uns Lehrpersonen, dahingehenden Fragen und Anliegen unserer Schüler*innen adäquat zu begegnen.
Das Programm bot vielfältige Austauschmöglichkeiten zum Religionsunterricht: In der Mitgliederversammlung des VKRF wurde unter anderem ein Positionspapier zu christlichem Religionsunterricht diskutiert. Das Podium mit Ordinariatsrätin Susanne Orth, Bettina Bächlin (Referat Gymnasien EO), Valentin Schneider (ZSL), Dr. Sabine Mirbach (IRP) und dem Weihbischof Dr. Dr. Christian Würtz gab Raum für viele aktuelle Themen und war von einer konstruktiven Lebendigkeit geprägt.
Impulse, das Angebot von Meditationsraum und Filmabend und insbesondere der Gottesdienst mit Herrn Weihbischof Dr. Dr. Würtz sowie das festliche Abendessen mit musikalischer Unterhaltung am Donnerstag rundeten das Programm ab.
Wir danken allen Teilnehmenden und Mitgestaltenden und hoffen, Sie nächstes Jahr wieder begrüßen zu dürfen. Bis zu den Weihnachtsferien können Sie noch die vielfältigen Tagungsmaterialien herunterladen. Eine erfüllte Advents- und Weihnachtszeit!
Die dreitägige Tagung der beruflichen Schulen mit dem Titel „Apokalypse ist jetzt“ fand vom 30. November bis zum 2. Dezember 2023 statt und bot eine facettenreiche Auseinandersetzung mit apokalyptischen Themen aus biblisch-systematischer, pädagogischer und interreligiöser Perspektive.
Mittwoch, 30. November 2023: Apokalyptische Vernunft? Ein biblisch-systematischer Zugang: Die Tagung startete am Mittwoch mit einem eindrucksvollen Impulsreferat von Dr. Gregor Taxacher zum Thema „Apokalyptische Vernunft“. Das Referat bot einen tiefgehenden Einblick in biblisch-systematische Zugänge zu apokalyptischen Themen und setzte den Ton für die folgenden Tage. Am Abend fand die Verbandssitzung des VKRF statt, bei der organisatorische und administrative Angelegenheiten des Verbands besprochen wurden.
Donnerstag, 1. Dezember 2023: Barcamp und Bildungspolitische Diskussionen: Der Donnerstag stand ganz im Zeichen eines Barcamps, bei dem die Teilnehmer*innen in verschiedenen Sessions Themen wie „Christlicher Religionsunterricht“, „Selbstfürsorge in wilden Zeiten“ und „Karikaturen in Prüfungen“ diskutierten. Am Nachmittag wurden bildungspolitische Fragen und der Religionsunterricht intensiv mit Ordinariatsrätin Susanne Ort, Weihbischof Dr. Peter Birkhofer und Wolfgang Weinzierl erörtert. Die Diskussionen wurden von Dr. Sonja Andruschak moderiert, und der Tag endete mit einer Eucharistiefeier, bei der Weihbischof Dr. Peter Birkhofer zelebrierte. Das feierliche Abendessen war wie immer ein Highlight, bei dem die Küche von St. Bernhard sich wieder mächtig ins Zeug legte.
Freitag, 2. Dezember 2023: Spirituelle Stunde, unterrichtspraktische Vertiefung und Abschlussreferat: Der Abschlusstag begann mit einer spirituellen Stunde, einem neuen Format der Kollegin Katja Fleig. Hier konnten die Teilnehmer*innen zur Ruhe kommen und spirituelle Impulse für ihre Arbeit als Religionslehrer*innen mitnehmen. Am Nachmittag standen unterrichtspraktische Themen erneut im Fokus, diesmal im Rahmen eines weiteren Barcamp-Teils. Die Tagung wurde schließlich von Prof. Dr. Joachim Valentin abgerundet, der in seinem Referat „Der Weltuntergang der Anderen. Apokalyptische Vorstellungen jenseits des Christentums“ einen interdisziplinären Blick auf apokalyptische Konzepte bot.
Die dreitägige Tagung erwies sich als fruchtbarer Austausch für die Teilnehmer*innen, die durch die vielfältigen Perspektiven und Themen einen breiten Horizont für ihre Arbeit als Religionslehrer*innen gewinnen konnten. Der Titel „Apokalypse ist jetzt“ führte zu tiefgründigen Reflexionen über die Relevanz apokalyptischer Vorstellungen in der heutigen Zeit und ermöglichte einen interdisziplinären Dialog zwischen Theologie, Pädagogik und Spiritualität.
Unser langjähriges Vorstandsmitglied Ulrich Purschke übernimmt zum kommenden Schuljahr 2023/2024 die Schulleitung der Katholischen Fachschule für Sozialpädagogik Freiburg. Nachdem Uli schon als stellvertretender Schulleiter an der FSP tätig war, wird er von nun an die Geschicke der Schule als Schulleiter führen.
Wir, der Vorstand des Verbands der katholischen Religionslehrer/innen in der Erzdiözese Freiburg, gratulieren dir, lieber Uli, ganz herzlich zu diesem Amt! Wir freuen uns sehr, dass mit dir ein fachlich sehr kompetenter, aber auch menschlich sehr umsichtiger Theologe von nun an die FSP Freiburg leiten wird. Wir wünschen dir für diese Aufgabe alles Gute und Gottes Segen!
Ein Bericht der Erziözese Freiburg zum Wechsels in der Schulleitung an der FSP findet sich hier.
Nach langen Jahren des pandemischen Abstands konnte sich der Vorstand des VKRF Ende Februar endlich wieder in Präsenz treffen, um viele Themen zu besprechen und in die Vergangenheit sowie die Zukunft zu blicken. So wurden u.a. ein Wechsel des Geldinstituts festgelegt, die Mitarbeit in verschiedenen Gremien und Dachverbänden diskutiert und auf die beiden Jahrestagungen zurückgeschaut. Des Weiteren besprachen die Vorstände einen Brief der MAV und regten einen Domain-Wechsel der Homepage an. Als wichtiger formaler Akt wurde Lucas Keßler einstimmig in den Vorstand kooptiert. Wir freuen uns sehr, dass du, Lucas, den VKRF zukünftig unterstützt!
Darüber hinaus soll der VKRF nun zeitnah auch auf Social Media vertreten sein, die Mitglieder dürfen schon auf die ersten „Posts“ gespannt sein.
Als weiterer zentraler Tagungsordnungspunkt stand der Austausch mit den Vertreter*innen der Hauptabteilung 3 – Bildung – des Erzbischöflichen Ordinariats und dem Institut für Religionspädagogik auf dem Programm. Die Vertreter der Schularten – Andreas Bächlin (GHRS, GMS, SBBZ), Bettina Bächlin (Allgemeinbildende Gymnasien), Wolfgang Weinzierl (Berufliche Schulen) – berichteten aus den jeweiligen Schularten und wiesen darauf hin, dass die Versorgung im Personalbereich zunehmend schwieriger wird. Die Leiterin der Hauptabteilung 3, Susanne Orth, informierte über die neue Musterordnung für die Erteilung der Missio Canonica (siehe hier den Bericht auf unserer Homepage), die Antwort der vier Kirchen auf eine Forderung des Landesschülerbeirats nach Kürzung des Religionsunterrichts (siehe auch hier für mehr Informationen) und die Veröffentlichung des Missbrauchsberichts in der Erzdiözese Freiburg am 18.04.23. In diesem Zusammenhang wird es auch ein Online-Austauschformat mit Religionslehrkräften am 20.04. geben. Der VKRF informiert hierzu noch einmal näher, wenn weitere Details der Veranstaltung vorliegen. Sabine Mirbach, die Leiterin des Instituts für Religionspädagogik, wies auf eine aktuelle Stellenausschreibung für das Referat „Globales Lernen“ zum 01.04.2023 im IRP hin. Weitere Details hierzu finden sie hier. Der VKRF bedankt sich sehr herzlich für den regen Austausch!
Nach vielen Stunden des Gesprächs und der intensiven Diskussion waren sich alle Vorstandsmitglieder einig, dass die Gemeinschaft in echter Präsenz sehr wertvoll für die Arbeit im Vorstand des Verbandes ist. Und nicht zuletzt können wir nun endlich mal wieder ein Bild von Menschen in einem Raum und nicht von Kacheln präsentieren. 😉